Startseite
  Über...
  Archiv
  2014
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren
 


 
Letztes Feedback


http://myblog.de/emotionally-crippled

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Das Jahr lief richtig übel für mich. Anfangs sah es so aus als würde es mein Jahr. Ich lernte Jemanden kennen, der nicht genug von mir bekam, mich auf Händen trug, unglaublich aufmerksam war und mir ein Gefühl der Geborgen- und Vertrautheit gab, wie ich es noch nicht erlebt habe. Wir waren nach kürzester Zeit auf der Suche nach einer gemeinsamen Wohnung. Alles war genial. Und dann wurd es anders. Während wir noch suchten hatte er immer weniger Zeit, meldete sich kaum und wir sahen uns immer seltener. Es kam wie es kommen musste, er machte Schluss mit mir, da er sich doch keine Zukunft mit mir vorstellen konnte. Bämm! Alles war vorbei. Das war das, was noch fehlte. Ich war bei meinem Job schon nicht wirklich glücklich, die viele Arbeit überforderte mich total und dann das. Es war der Tropfen der fehlte. Ich verbarrikadierte mich zu Hause, war viel krank, extrem traurig, hoffnungslos und frustriert. Es ging soweit, dass ich nicht mal mehr aus dem Bett kam, nur noch weinte. Ich weiss nicht was schlimmer war, das Einsam sein oder die Frage, ob ich meinen Job, den immer so sehr liebte überhaupt noch ausführen kann. Gesundheitlich ging es immer mehr bergab. Ich leide seit Jahren unter chronischen Schmerzen in den Armen und den Beinen. Viele Ärzte und Kliniken hatte ich deshalb schon durch, die mir entweder sagten, ich sei völlig gesund oder aber auch Diagnosen erstellten, dessen Behandlung daraufhin nie wirklich half. Es war nicht mehr zu ertragen, wurde immer schlimmer. Mein Schmerztherapeut weiste mich auf seiner Station ein, damit ich mich beruhigte und er sich den weiteren Schritt überlegen konnte. Schliesslich war der nächste Schritt die Psychiatrie. Ich war fix und fertig, fragte mich wieso es soweit kommen konnte. Allerdings war ich auch dankbar, dass endlich was passierte und irgendwas vielleicht ja doch mal helfen könnte. Also warum nicht mal eine Anstalt. Und was soll ich sagen? Ich blieb 6 Wochen und es war das Beste was passiert ist. Die Diagnose war eine schwere Depression. Man sagte mir, das diese auch die Schmerzen verursacht. Ich habs erst nicht geglaubt, denn 7 Jahre Schmerzen hiess ebenso: 7 Jahre Depression!!! Ja, nee, es waren keine 7 Jahre Depressionen sondern viel viel länger! Oh Gott. Das war hart. Ich wusste immer ich habe einen Hang dazu aber so? Ich glaubte es nicht, aber was soll ich sagen, seitdem ich die richtigen Medikamente habe geht es mir viel besser. Und das Beste ist: ich habe kaum noch Schmerzen!! Ich bin über viele Wochen endlich mal schmerzfrei. Gott, ist das geil!!!!!! Ich fing wieder an zu leben. Nahm wieder Kontakt mit meinen Freunden auf und konnte auch Menschen um mich herum ertragen und raus gehen. Fing Ende des Jahres wieder mit der Arbeit an und freue mich immer noch jeden Tag hingehen zu können. So ein Jahr will ich nicht nochmal! Wenn das jetzt das schlimmste war, dann bin ich sehr froh, dass es endlich vorbei ist!!!!! In diesem Sinne: Ich versuch es so gut es geht abzuhaken...allerdings ist meine Therapeutin noch nicht ganz damit fertig.... Mal sehen, wann ich sie dazu bekomme :-)



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung